Hinkelstein Weg – Nordroute

der erste wirklich richtig warme und sonnige Sonntag im April haben wir fĂŒr eine lange Tour direkt genutzt. Wie wir uns vorgenommen haben, erkunden wir den PfĂ€lzer Wald und fangen hier an:

Hinkelsteinweg 🙂

Hinkelsteinweg-Nordroute in Outdooractive

Wir starten in Winnweiler am Ortsausgang unsere Tour in der NĂ€he der Igelborner HĂŒtte am Wanderparkplatz. Die Igelborner HĂŒtte wird vom PfĂ€lzerwald Verein betrieben und ist schon am morgen besucht. Wir nehmen uns vor am Ende unserer Tour den KĂ€sekuchen zu probieren, den ein verlockendes Schild anpreist. Aber erst geht’s in den Wald 🙂

Wir laufen durch einen schönen Mischwald der die Sonne durchlÀsst, da die BÀume jetzt, Anfang April, noch wenig Laub haben.

Nachdem wir aus Höringen herauskommen, finden wir eine sehr schöne Wanderbank mit Tisch auf einer kleinen Anhöhe. Hier lassen wir uns erst einmal nieder und machen eine schöne lange Pause. Wir haben zwar ÂŽeigentlichÂŽ noch nicht so viel von unserem Weg fĂŒr heute geschafft, aber die Sonne ist so schön und wir sitzen hier prima.

Auf dem Weg kommen Jogger, SpaziergĂ€nger, eine Kutsche und nach einer Weile auch noch Reiter vorbei… es scheint eine beliebte Gegend zu sein, kein Wunder, bei der schönen Aussicht auf Höringen…

Nachdem unsere Brotzeit aufgefuttert ist, verlassen wir unseren schönen Platz und marschieren ordentlich mit Tempo weiter, wir haben was aufzuholen 😉

Zwischendurch hatte ich die BefĂŒrchtung, dass wir den Hinkelstein verpasst haben. Denn es gibt auch so im Wald eine Menge zu bestaunen. Rehe kreuzen unseren Weg und hĂŒpfen ziemlich gemĂŒtlich durchs Unterholz. Smokey staunt ĂŒber die Wutz, denn Wutzi wĂŒrde zu gern auch durch Unterholz flitzen… darf sie aber nicht, Rehe verfolgen steht nicht auf unserem Tagesprogramm…

Meine Sorge ist unbegrĂŒndet, den Hinkelstein kann man nicht verpassen, er ist doch ziemlich groß 😉

Auch hier wĂ€re ein schöner Pausenplatz. Alle PlĂ€tze sind ĂŒbrigens ordentlich hergerichtet und sauber. Die MĂŒlleimer vor Ort sind zwar nicht leer, aber da sie auch nicht ĂŒberquellen, scheint sich jemand gut darum zu kĂŒmmern.

Wir brauchen diesmal allerdings keine Pause und marschieren weiter.

Aus dem Wald heraus bietet sich – wie immer auf diesem Trail – ein herrlicher Blick.

Bei Outdooractive wird die Tour teilweise nicht so gut bewertet. Wenn man sich nur die Wege anschaut, die vermutlich viel von der Forst- und Waldwirtschaft genutzt werden, dann hat man teilweise tatsÀchlich nicht so schöne Streckenabschnitte dabei.

Die Tour ist eine Wanderung trotzdem auf jeden Fall wert!

Wir haben viele der alten Grenzsteine entdeckt und uns gefragt, welche Geschichte wohl hinter ihnen steht. Der Menhir hat uns beeindruckt, so ein Relikt aus wirklich uralter Zeit…

Außerdem finden sich wunderschöne Aussichtspunkte ĂŒber die Pfalz. An vielen diesen PlĂ€tzen steht eine Bank und ein Tisch und laden zum PĂ€uschen machen ein. Die PlĂ€tze sind alle sauber und gepflegt.

Am Anfang und Ende der Tour hat man einen schonen Anlaufpunkt in der Igelborner HĂŒtte. Einen KĂ€sekuchen haben wir nicht mehr bekommen… wir waren zu spĂ€t dran. Aber der sehr nette Wirt hat ein Herz fĂŒr mĂŒde Wanderrinnen und ihre Hunde und hat uns – trotz Feierabend! noch schnell mit einem kĂŒhlen Bierchen versorgt <3

Klosterroute Teil 2

den pfĂ€lzischen Teil der Klosterroute vom Jakobsweg – die letzte Etappe, Otterberg -> Landstuhl steht ja noch aus… Gut schnĂŒren wir endlich mal wieder die Wanderstiefel! Im MĂ€rz, an einem der letzten Tage mit Winterzeit geht’s los.

ich halte diesen Beitrag etwas kĂŒrzer und sage es in Larissas Worten…. „man kann sich nicht nur MĂ€nner, sondern auch Landschaften schön trinken“ …

Was wir auf dieser Strecke auch getan haben… bzw, ja, wir waren gezwungen dazu 😉

Die Strecke ist eher langweilig, geht fast nur in der NĂ€he von Straßen entlang und hatte uns wenig von unserem geliebten PfĂ€lzer Wald zu bieten. Bis Landstuhl haben wir es nicht geschafft und sind in Ramstein – Miesenbach ausgestiegen.

Wir haben beschlossen, dem Jakobsweg an dieser Stelle ŽLebwohl mein LieberŽ zu sagen und uns dieses Jahr dem PfÀlzer Wald zu widmen.

Wandern im Schnee

…noch mal in den Schnee. Im Rheinhessenland gibt’s ja nicht so schneereiche Winter, daher haben wir kurzerhand – schon im Februar – ein langes Wochenende im Schwarzwald, mit viel Schnee genossen. Hier noch schnell ein paar Schneebilder… 🙂

Schillerhain – Wanderweg Nummer 7

Vor ein paar Jahren war ich oft im Schillerhain und kannte die Wege ziemlich gut. Aber als wir letzten Mittwoch da eine kleine Tour machen wollen, da habe ich doch sehr viele Wege gar nicht mehr richtig erkannt und wir haben uns mit dem Weg und der StreckenlĂ€nge doch ein wenig vertan. Grund genug um heute noch einmal dort auf den Trail zu gehen 🙂

Die Wutz und ich sind nicht zu frĂŒh los, es war schon nach 11 Uhr , als wir auf dem Wanderparkplatz am Schillerhain starten. Es ist ziemlich trĂŒb, November halt und der Wetterbericht hatte eigentlich auch strömenden Regen vorher gesagt, es ist aber trocken von oben, also geht’s los.

Wie alle Wege startet auch die 7, der lĂ€ngste der Schillerhainwanderwege, auf der „Hauptstraße“ des Waldes. An einem Mittwoch Morgen ist aber nicht so viel los, wir begegnen nur wenig anderen Menschen und biegen bei der ersten sich bietenden Gelegenheit auch vom Hauptweg ab.

Der Weg ist direkt nach der ersten Abzweigung ein wunderschöner, kleiner Pfad der einem das GefĂŒhl gibt einen immer tiefer in den Wald hinein zu fĂŒhren – naja… so ist es ja auch 😉

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Es dauert nicht lange, vielleicht sind wir eine viertel Stunde unterwegs, da knallt es… ich bin erst mal ein bisschen unsicher, aber das mĂŒssen SchĂŒsse gewesen sein. Am Wanderparkplatz stand aber kein Schild das heute Jagd ist… oder doch und ich habs nicht gesehen…? Ich gehe weiter, denn eigentlich sind wir nur ein paar Minuten vom Friedwald entfernt, kann da Treibjagd sein?

Ich bleibe auf der 7 die mich auf den Wanderparkplatz des Friedwaldes fĂŒhrt. Ich gucke mal auf die andere Straßenseite, ob ich da Schilder wegen einer Jagd finde, es sind aber keine da.

Die Nummer 7 geht hier den sogenannten „Kuhkopfweg“ entlang. Der Weg ist nachdem man aus dem Wald auf den Fiedwaldparkplatz kommt gleich linker Hand. Er fĂŒhrt an vielen BĂ€umen, die zum Friedwald gehören, vorbei. In der letzten Zeit wurden neue BĂ€nke aufgestellt. Es sind freundliche helle HolzbĂ€nke, die zum verweilen einladen und es herrscht eine angenehme ruhige AtmosphĂ€re.

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Da es immer noch rings um uns herum knallt, ziehe ich der Wutz die Regenjacke an. Ist mir doch etwas joker… mit der gelben Warnweste wird sie hoffentlich von keinem JĂ€ger mit einem Wildtier verwechselt…

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Ich habe eine Weile spĂ€ter ĂŒbrigens einen anderen SpaziergĂ€nger getroffen, der mir bestĂ€tigte, dass JĂ€ger unterwegs auf Treibjagd sind. Er hatte Schilder gesehen und mich gewarnt, ich solle die Richtung Gerbach meiden, dort stĂ€nden auch Schilder. Im Nachgang zu meiner Tour habe ich beim Friedwald nachgefragt, ob die Treibjagd auch durch den Friedwald gehen darf. Ich erhielt die Antwort, dass der Friedwald als Friedhof ausgewiesen ist und fĂŒr die Nutzung dieses Waldbereiches als Friedhof, bzw. Friedwald ruht die Jagd dort.

Wenn man den Bereich des Friedwaldes verlĂ€sst, fĂŒhrt einem der Kuhkopfweg noch eine Weile weiter auf der 7, die 7 biegt dann aber wieder auf einen kleinen Pfad ab – wie ich das Liebe 🙂

Es ist ein wirklich toller Weg, scheinbar ist die Straße nach Rockenhausen aber nicht weit, der StraßenlĂ€rm ist zu hören.

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Am Ende des Weges geht es jetzt ein StĂŒck ganz schön steil bergab. Der Weg ist hier eigentlich kaum noch zu sehen, ich denke es sind einfach zu viele BlĂ€tter gefallen, aber die 7 weißt uns unseren Weg. Die Beschilderung ist wirklich sehr gut.

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Die Wutz hat jedem Menge zu beschnuppern, es scheint ein sehr interessantes GelĂ€nde dort zu sein…

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Aber auch fĂŒr mich gibt’s was zu bewundern…

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und manches finden wir beide spannend…

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Ich entscheide mich aber an dieser Stelle die 7 kurz zu verlassen. Wir gehen den Weg zunĂ€chst nicht zurĂŒck auf der 7, sondern machen noch einen Abstecher in die entgegen gesetzte Richtung. Hier fĂŒhrt einem der Wanderweg von dem breiten Weg auf einen immer schmaler werdenden Pfad mit tollen BĂ€umen am Wegesrand.

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Wenn man am Ende des Pfades angekommen ist, fĂŒhrt ein breiter Weg linker Hand in den Wald, aber geht man geradeaus ist ein weiterer kleiner Pfad.

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Und dieser Abstecher fĂŒhrt uns zum Drosselfels.

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Wir beschließen hier auf der Bank am Drosselfels eine Pause zu machen. Die Bank ist geschĂŒtzt und wir haben Proviant, der hier jetzt vertilgt werden will.

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Den Weg gehen wir anschließend einfach wieder zurĂŒck bis wir die 7 wieder treffen.

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Der Weg ist immer wieder von sehr imposanten BÀumen gesÀumt.

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Es geht von dem recht breiten Weg wieder auf einen der kleineren, schmaleren Pfade.

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Hier kreuzt die Nummer 5 unseren Weg. Wir machen noch mal einen Abstecher und folgen der 5 den Berg hoch zur Kanzel, der kleine Weg ist nicht zu ĂŒbersehen und fĂŒhrt nach nur wenigen Metern zu einem Aussichtsplatz.

Hier setzen wir uns noch mal und genießen die Aussicht.

ZurĂŒck auf der 7 gehen wir meine absolute Lieblingspassage, natĂŒrlich einen winzigen Pfad, entlang. Dieser schlĂ€ngelt sich, klein und fein, zurĂŒck auf die Hauptwege.


Hier finden wir am Wegrand besonders viele Waldameisenhaufen. Die Wutz darf hier keinen Abstecher vom Weg runter machen. Ich will nicht, dass die Ameisen gestört werden. Ich finde es schön, dass es hier so viele davon gibt (im Sommer empfiehlt es sich ĂŒbrigens nicht hier mit Sandalen herumzulaufen ;).


Als wir aus dem kleinen Pfad heraustreten, biegen wir wieder nicht gleich auf den Wanderweg ab, sondern gehen noch mal ein StĂŒck in die entgegengesetzte Richtung (auf der Nummer 6) denn hier geht’s „zur schönen Aussicht“. Die lassen wir uns jetzt auch nicht entgehen.

An der „schönen Aussicht“ stehen auch neue BĂ€nke. Wir setzen uns jetzt aber nicht mehr hin, es ist kalt und zugig hier, ein Bild muss fĂŒr heute reichen.

Den Weg gehen wir dann wieder zurĂŒck und nun fĂŒhrt uns die 7 auf den Hauptwegen des Schillerhain direkt und ohne weitere Abstecher zurĂŒck zum Parkplatz.


Fazit: egal bei welcher Jahreszeit, der Weg ist einfach toll. Laut Wanderkarte am Waldeseingang ist die 7 mit 10km der lĂ€ngste Rundweg hier. Mein GPS hat 11,5km auf dem Tacho und wir haben ja einige Umwege gemacht. Aber was solls, uns kommts ja nicht auf die Kilometer an 😉

Der Donnersberg, oder die schönsten Abenteuer beginnen manchmal mit dem Satz „oh! Lass uns doch diesen schönen Weg hier gehen!“

Zwei Tage Jakobsweg liegen hinter uns. Aber die Urlaubswoche hat ja noch ein paar Tage
 fĂŒr Larissa, ihren Smokey und mich ist klar
 die Stiefel werden noch mal geschnĂŒrt (fĂŒr die Wutz war das sowieso nie eine Frage 😉 ).


Wir sind zwar HĂŒgellĂ€nder, haben uns im PfĂ€lzer Wald aber so wohl gefĂŒhlt, dass wir unbedingt noch mal eine Tour im Wald machen wollen.
Auf geht’s zum höchsten Berg der Pfalz – dem Donnersberg.

Larissa verlĂ€sst sich ganz auf mich und ich bin ja in der nĂ€heren Umgebung eigentlich immer der Meinung, dass man sich nicht wirklich verlaufen kann. Vor allem, weil es auf dem Donnersberg sehr viele Wanderwege gibt, die ja alle irgendwie wieder nach Dannenfels fĂŒhren.

Das ist auch so
 manchmal lĂ€uft man halt nur ein StĂŒck (lĂ€nger).


Wir parken gegenĂŒber am Gasthaus Wildenstein. Wenn man von Dannenfels Richtung Jakobsweiler fĂ€hrt kommt man dort direkt vorbei – ich wĂŒrde in dem Gasthaus wirklich gern mal essen, leider ist es immer geschlossen wenn ich vorbeikomme


Wir ĂŒberqueren die Straße und sind dann schon direkt im Wald auf einem der Wanderwege. Teilweise wurden die Wege recht neu angelegt und auch der Waltarifels, der lange unter dichtem GebĂŒsch gut versteckt war, wurde freigelegt und ist unser erstes Ziel.


Der Waltarifels ist ein kleines Abenteuer und so verweilen wir etwas um die AtmosphĂ€re zu genießen. Es gefĂ€llt uns so gut, dass wir von unserem ursprĂŒnglichen Plan abweichen und den kleinen Abenteuerpfad am Fels entlang weitergehen, statt wie geplant im Wildensteiner Tal zu bleiben. So steigen wir recht zĂŒgig den Donnersberg hinauf und wandern zum Köhnigsstuhl – zum höchsten Punkt auf dem Donnersberg.


Da es geregnet hat und der Felsen glitschig ist, steigen wir diesmal nicht hinauf zum Aussichtspunkt. Smokey, der Kletterhund, lÀsst sich die Aussicht allerdings nicht entgehen.

Vom Königsstuhl aus ist es ein kleiner Weg zum Ludwigsturm. Der Ludwigsturm bietet, steigt man hinauf, eine fantastische Rundumsicht. Wir verschieben das Treppensteigen auf einen sonnigeren Tag. Die Wutz hat sowieso grade etwas ganz anderes in der Nase 😉


Wir haben großes GlĂŒck! Das Kiosk, das direkt neben dem Ludwigsturm steht ist normalerweise nur am Wochenende geöffnet. Da es heute eine Sonderveranstaltung gab, bekommen wir leckeren Kuchen und einen Kaffee, wĂ€hrend KlĂ€ngen einer keltischen Rockband mit den aufziehenden Nebelschwaden durch den Wald um den Donnersberg ziehen. Wir haben die KlĂ€nge noch eine Weile im Ohr, als wir am Keltenwall vorbei, wieder in den Wald ziehen.

„Oh! Lass und diesen schönen Weg da gehen!“ rufe ich Larissa zu. Zwar laufe ich nicht das erste Mal um den Donnersberg, aber dieser kleine Zwergenpfad unterhalb des Ludwigsturms ist mir noch nicht aufgefallen. Larissa verlĂ€sst sich auf mich, die Wutz hat eh irgend eine Witterung von dem Weg in der Nase und Smokey findet das sowieso alles spannend
 wir gehen den Zwergenweg also entlang



Als wir noch Kinder waren und mit meinen Eltern wandern mussten, da hat meine Mum immer versucht uns das marschieren mit Geschichten schmackhaft zu machen. Wenn wir solche Pfade entlang liefen, dann erzĂ€hlte sie uns immer eine Zwergengeschichte. Daher sind diese kleinen Abenteuerpfade auch heute noch die „Zwergenwege“.

Der Zwergenweg ist wirklich ein toller Weg. Wir gehen im Prinzip auf einem kleinen Pfad mitten durch den Wald. Bald kommen wir auf eine kleine Lichtung, auf der Gras und Moos so dicht wĂ€chst, das ich am liebsten mal probeliegen wĂŒrde. WĂ€re es nur nicht nass
 schade.

Larissa fragt mich hier ob ich noch weiß wo wir sind. Ja wo wir sind weiß ich, nur wo wir rauskommen nicht. Aber es ist so ein netter Weg und so sag ich nichts und schick die Wutz wieder voran auf den Trail.

Wenn ich im Nachhinein einen Blick auf die Wanderkarte werfe, dann sind wir irgendwo ĂŒber den „grauen Turm“ gegangen. Jedenfalls treffen wir auf dem HĂŒhnerberg auf den PfĂ€lzer Höhenweg. Mittlerweile ist es tatsĂ€chlich schon nach 15 Uhr. Ich kann gar nicht sagen, wo die Zeit geblieben ist
 wir sind um 11:30 Uhr gestartet und haben uns nirgends lange aufgehalten. Wir sind noch vom Sommer gewöhnt, dass es lange hell ist, aber da es Herbst ist, sputen wir uns jetzt langsam mal zum Auto. Aus diesem Grund kann ich Larissa auch ĂŒberreden noch einmal eine AbkĂŒrzung zu nehmen, auch wenn das heißt den PfĂ€lzer Höhenweg, der uns direkt zu unserem Auto fĂŒhren wĂŒrde, noch einmal zu verlassen. Wir schaffen das auch ohne Wegmarkierungen 😉

Wir marschieren jetzt durchs Spendeltal. Hier ist der Wanderweg ebenfalls erneuert und da wir gut zu Fuß und Pfot sind, kommen wir wieder zĂŒgig voran. Am Wegesrand liegen ĂŒberall gefĂ€llte BĂ€ume und Smokey hat so einen Spaß darauf herumzuklettern, dass wir uns tatsĂ€chlich ĂŒberlegen ob er wohl ein eher ein Kletterhund als ein Herdenhund ist 😉

Gerade rechtzeitig finden wir den Waltarifels und den darunter liegenden Rastplatz wieder. Da unser Auto jetzt fast in Sichtweite steht, machen wir hier noch mal eine Pause. Die Hunde – die Wutz, die sonst in Pausen einer Wildspur nachschnuppert und Smokey, der nach Kletterpassagen Ausschau hĂ€lt – sind tatsĂ€chlich auch mĂŒde und kringeln sich direkt in einem Laubhaufen zusammen auch eine „richtige“ Pause zu machen. Wir haben es geschafft, die Wuffies sind mĂŒder als wir !!

Fazit: wir mĂŒssen gute fĂŒnfeinhalb Stunden unterwegs sein, damit die Hunde mĂŒde werden. Das nĂ€chste Mal nehmen wir vielleicht eine Karte mit und ich werde es vermutlich demnĂ€chst schwer haben, wenn ich mal wieder einen Weg finde den ich gehen will nur weil er so toll aussieht 😉

Nachtrag: Mittlerweile war ich noch mal im Wildensteiler Tal, das war ein Trail… ich wurde von Hornissen verfolgt! Aber davon ein anderes Mal. Jedenfalls hatte der Gasthof dieses Mal geöffnet und man wird mit Hund sehr freundlich empfangen, das Essen schmeckt und heiße Schokolade mit Sahne fĂŒr Hornissenverfolgte gibt es auch 😉

Mikroabenteuer auf dem rheinhessischen Jakobsweg

Ich bin durch meinen BĂ€nderriss im letzten Jahr und den daraus folgenden leichten EinschrĂ€nkungen in den darauffolgenden Monaten viel zu wenig gelaufen. Die Folge davon sind Fernweh, Wandersehnsucht und Abenteuerlust. Meine Abwechslung – Wanderblogs lesen – haben gerade meine Abenteuerlust beflĂŒgelt
 von Mikroabenteuern habe ich viel gehört
  und fĂŒr jemanden bei dem das Fernweh zieht, hört sich das soooo gut an
 ob ich auch mal soll
.?

Die Wutz – die im Alltag gerne gegen 22 Uhr in die Heija gehen will
 und damit ist mein weiches, kuscheliges Bett gemeint – weiß von all dem noch nichts
 Mitspracherecht rĂ€ume ich ihr in dieser Geschichte einfach keines ein 😉

Mikroabenteuer. Das Wort hat der britische Blogger und Abenteurer Alastair Humphreys geprĂ€gt, der sagt: „Abenteuer gibt’s direkt um die Ecke“ und zu einem Mikroabenteuer gehört eine Übernachtung außerhalb des heimischen Bettes
 oder
 ĂŒberhaupt eines Bettes. Heißt das 
 zelten? Oweija
 zelten habe ich als Kind einfach nur gehasst, wir mussten frĂŒher jedes Jahr mit meinen Eltern zelten
 andererseits


Im Oktober 2016 war es endlich soweit
 meine BĂ€nder sind wieder lauftrainiert, die Wutz und ich sind fit und wir wollen ein Mikroabenteuer. Ich jedenfalls. Die Wutz weiß immer noch von nichts 😉


Der Plan steht fest, es soll wieder der Pilgerweg werden und die Erforschung der rheinhessischen Klosterroute auf den Etappen Harxheim/Zellertal – Steinbach und Steinbach – Otterberg.

 

Kurzentschlossen wandern wir dieses Mal zu viert, zwei Menschen, zwei Hunde. Larissa hatte mir ein paar Tage vor meinem Start erzĂ€hlt das sie Urlaub hat und abenteuerlustig ist 😉

Die Wutz geht voran.


Von Harxheim aus geht es erst mal durch schon abgeerntete Getreidefelder und bald abzuerntende RĂŒbenfelder. In der letzten Woche war es noch sonnig und warm, aber jetzt hatte es geregnet, die Felder sind braun und alles ist schmutzgverwaschen.


Über die rheinhessischen Felder weht ein kalter Wind. Leider ist das auch der Grund, dass wir uns ans marschieren halten und uns nicht mit Fotos aufhalten. Entschuldigung an dieser Stelle


Der Pilgerweg fĂŒhrt uns immerzu auf kleinen uns sehr feinen Pfaden entlang. Das ist fĂŒr mich total reizvoll und ich fĂŒhle mich voll im Abenteuer 😀

In Göllheim angekommen suchen wir uns aber erst mal eine Pausenmöglichkeit. Gut, dass es am alten Markt eine BĂ€ckerei und eine nette Verweilmöglichkeit gibt. 


Der Kaffee tut gut und belebt unsere wandermĂŒden Beine wieder. So brechen wir bald auf und es geht weiter auf den kleinen verschlungenen PfĂ€dchen. Zu meiner großen Freude treffen wir in Dreisen wieder auf die Pfrimm. Diesmal ist es aber leider zu kalt, um die FĂŒĂŸe mal ins Wasser zu strecken

Aber wir laufen zwischen Dreisen und StandenbĂŒhl einen so schönen verschlungenen Pfad am Bach entlang
 am liebsten wĂŒrde ich hier andauernd mein Mikroabenteuer verleben


In Steinbach angekommen finden wir unseren Microabenteuerlagerplatz unterhalb der HĂŒtte des PfĂ€lzerwaldvereins. Wir sind froh langsam aus dem Wind rauszukommen und machen erst mal eine lange Pause und trinken einen Sekt. Den haben wir uns heute wirklich verdient.

An dieser Stelle verrate ich euch auch, dass wir nicht im Zelt schlafen, Schisser wie wir sind 😉 wir haben unsere Autos so hergerichtet, dass sich bequem eine Nacht darin verbringen lĂ€sst.

Abendessenszeit war ja schon lĂ€ngst. Steinbach hat eine Pizzeria, ein Bistro und eine Jugendherberge. Aber
 heute ist der Tag nach dem 3. Oktober
 alles hat Ruhetag. Wir mĂŒssen uns tatsĂ€chlich ins Auto schwingen und weiter herumfahren um uns was zu Essen zu organisieren.


Die Nacht ist viel viel besser als ich es mir vorgestellt hatte. Selbst die Wutz, die bis zum Schluss von nichts wusste, fand das alles – glaube ich – ein wirklich tolles Mikroabenteuer ist.


Unsere Belohnung, dass wir unser Mikroabenteuer auch durchgezogen haben, ist auf jeden Fall die verdammt schöne Aussicht auf die Pfalz im herbstlichen Sonnenaufgang



GlĂŒcklicher Weise hat der Campingkocher noch Gas
  (Hatte ich erwĂ€hnt, dass wir in der gestrigen Nacht noch den ersten GlĂŒhwein fĂŒr diesen Winter heiß gemacht hatten?) und so gab es schönen Kaffee und zur StĂ€rkung MĂŒsli.


Von Steinbach aus fĂŒhrt der Pilgerweg jetzt durch den PfĂ€lzer Wald. Gestern hatten wir einen weiten Blick ĂŒber die Felder und Weinberge. Unser Weg lag auf Wiesenpfaden. Heute laufen wir durch den Wald. Kleine Pfade gehen wir hier nicht, sondern laufen auf breiten Wanderwegen. Die Landschaft hat sich nach nur einem Tagesmarsch komplett verĂ€ndert. Ich bin wahnsinnig fasziniert, wie anders alles aussieht



Auch heute ist es kalt und windig. Letzte Woche sind wir noch in die kurzen Hosen gestiegen
 wir haben uns noch nicht daran gewöhnt und so geht es wieder im ordentlichen Marschtempo voran.

Kurz vor AlsenbrĂŒck verlieren wir die Muschel und machen einen unbeabsichtigten Abstecher zum WĂ€schbacherhof. Es ist schön da, leider gibt’s nirgends ein CafĂ© – das könnten wir dringend brauchen 😉

Wir finden unseren Weg vor Lohnsfeld wieder. Hier soll der Pilgerweg an der Landstaße entlang gehen. An
? Eher- auf
 naja wir kĂ€mpfen uns das StĂŒck eben durch den Straßengraben
  wer auf den Pilgerweg wert legt, der wird in Lohnsfeld mit einer wirklich feinen, kleinen und sicher auch sehr alten Kirche belohnt. Die kleine protestantische Kirche ist wohl aus dem 16. Jh. Der heilige Jakobus ist ihr Schutzpatron und so ziert eine steinerne Jakobusfigur aus dem 18. Jh. den Kircheneingang. Sehenswert!!


Leider hat der schöne Teil des Pilgerweges hier ein jĂ€hes Ende und so rate ich eigentlich jedem – zumindest denen die mit Hund wandern – direkt nach Lohnsfeld den Pilgerweg zu verlassen und zum Schmitterhof und von dort auf schönen Wegen im Wald weiter zu wandern


Denn
 zwischen Lohnsfeld und Wartenberg- Rohrbach verlĂ€uft der Pilgerweg tatsĂ€chlich mitten auf der Landstraße. Und diese ist stark befahren! Erst nach einiger Zeit gibt es direkt neben der Landstraße einen (mit zerbrochenem Glas zugemĂŒllten) Fahrradweg. Ich bin bedient und schimpfe wie ein Rohrspatz meinen Unmut heraus. GlĂŒcklicher Weise ist Larissa cooler und so schaffen wir es gut bis zur Tankstelle in Wartenberg-Rohrbach, wo wir uns erst mal mit Kaffee und Schokolade stĂ€rken.

In Wartenberg-Rohrbach mĂŒssen wir dann unerlaubter Weise mit den Hunden ĂŒber den Friedhof flitzen. Es geht leider nicht anders



Nachdem wir dieses kleine HorrorstĂŒck hinter uns gelassen haben ist es wieder schön. Ab geht’s weiter durch den PfĂ€lzer Wald und wir fĂŒhlen uns wieder wohl!


Nach Otterberg ist es nun nicht mehr weit und wir sind viel zu schnell am Ende unserer Wanderung angekommen. Der Pilgerweg fĂŒhrt uns aus dem Wald heraus direkt an ein Gasthaus. Nichts könnte perfekter sein als hier zu sitzen und den Tag mit einem kĂŒhlen Bier ausklingen zu lassen. Selbst der Wettergott findet, dass wir es verdient haben, noch ein bisschen in der Sonne sitzen zu können 🙂


Fazit: Ich wĂŒrde die Strecke etwas um planen und schon Lohnsfeld meiden, wenn ich noch mal diese Richtung gehe. Im PfĂ€lzer Wald war ich nicht das letzte Mal und das nĂ€chste Mikroabenteuer ist schon in Planung!

Fotoshooting 2016

Ich wollte unbedingt Hundebilder von einem Profi… im Mai diesen Jahres, hab ich Heike von www.pixxelino-tierfotografie.de kennen gelernt. Sie hatte Bilder von uns beim Horse&Dogtrail gemacht, die mir sehr gut gefallen hatten.

Wir haben also fĂŒr einen echt heißen Tag einen Termin fĂŒr ein Shooting am Rhein festgelegt.

Heike ist super. Ihren Bildern merkt man die Liebe zum Hund doch förmlich an, findet Ihr nicht? Ich habe bei jedem einzelnen Bild das GefĂŒhl, der Hund strahlt von innen heraus. Aber was red ich herum… seht selbst!

Wir haben einen wundervollen, langen Nachmittag am Rhein und den umliegenden Feldern verlebt. Das Ergebnis ist so großartig!!!