Fotoshooting 2016

Ich wollte unbedingt Hundebilder von einem Profi… im Mai diesen Jahres, hab ich Heike von www.pixxelino-tierfotografie.de kennen gelernt. Sie hatte Bilder von uns beim Horse&Dogtrail gemacht, die mir sehr gut gefallen hatten.

Wir haben also für einen echt heißen Tag einen Termin für ein Shooting am Rhein festgelegt.

Heike ist super. Ihren Bildern merkt man die Liebe zum Hund doch förmlich an, findet Ihr nicht? Ich habe bei jedem einzelnen Bild das Gefühl, der Hund strahlt von innen heraus. Aber was red ich herum… seht selbst!

Wir haben einen wundervollen, langen Nachmittag am Rhein und den umliegenden Feldern verlebt. Das Ergebnis ist so großartig!!!

auf dem rheinhessischen Jakobsweg

Wenn man in Rheinhessen wohnt und gern draussen ist, liegt nichts näher, als sich auch mal ein Teil des berühmtesten Pilgerpfades der Welt anzusehen.

Also starten wir unsere Tour eines schönen Ostertages am Dom zu St. Peter in Worms.

  20140421_110052Die Muschel begleitet heute unseren Weg

Da dieser ziemlich mittig in Worms liegt, laufen wir zunächst am Hauptbahnhof vorbei und treffen bald auf unseren Wegbegleiter, die Pfrimm.

Worms ist eine wunderschöne Stadt, aber heute haben wir kein Auge für die Sehenswürdigkeiten. Wir wollen runter vom Asphalt, raus aus der Stadt und so wird der Rucksack geschultert und wir schreiten voran.

Wir streifen jetzt Hochheim, einem Vorort von Worms und bleiben an der Pfrimm die die Vororte Pfiffligheim (früher – schon lange her… galtest du nicht mehr als fahrtauglich, wenn du den Namen nicht fehlerfrei in Hochdeutsch aussprechen konntest, was eigentlich schon nüchtern für einen Roihess ziemlich schwierig ist ^^) und Leiselheim trennt.

In Pfiffligheim machen wir Rast am Ochsenklavier. Die Wutz muss natürlich die Steinquader testen, die eine steinerne Leiter durch das Flussbett bilden, um mal nach den Enten zu sehen. Die wären doch ein netter Happen für eine hungrige Wanderwutz…

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Gehen wir die Tour mal wieder, würde ich hier starten. Die Pfrimm schlängelt sich ab hier durch eine schöne Wanderlandschaft. Es gibt einen Park und schöne, gepflegte Schrebergärten.

Und wer Stadt und Asphalt vermisst… wir kommen ja noch durch ganz Pfeddersheim.

Zum Verweilen läd uns keiner dieser Vororte ein. Zur Weinfestzeit empfinde ich das immer ganz anders, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass wir einfach Natur wollen und so machen wir uns schnell davon.

Als wir auch Pferddersheim hinter uns haben, haben wir es geschafft. Jetzt haben wir den Wanderweg vor uns und kommen nur noch durch verträumte, kleine, rheinhessischen Dörfchen.

Entlang der Klosterroute des Pilgerweges von Worms Richtung Metz bleibt die Pfrimm als Wegbegleiter treu.

Uns erwarten kleine, sehr schöne Pfade am Fluß entlang.

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Das wir an der Pfrimm entlang wandern, ist heute unser Glück, denn es ist ein warmer, sonniger Tag und die Pfrimm läd uns immer wieder zu Pausen und zum planschen ein.

20140421_170205Müde, glücklich und mit den Füßen im Wasser

20140421_153105manchmal verwirrend 😉

Österliche Stimmung in den rheinhessischen Dörfern.

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Das nächste Dorf, durch das wir kommen ist Monsheim. Monsheim teilt die Bundesstraße und als wir diese überqueren (es gibt für müde Wanderer und andere Geher eine Ampel) finden wir uns auf einem Vogellehrpfad wieder. Dort in der Nähe ist auch ein Restaurant. Es sieht einladend aus, aber wir haben unseren Proviant dabei und wollen uns lieber den Vogellehrpfad ansehen, was ich wirklich nur empfehlen kann.

Ich geb ehrlich zu, viele Vögel habe ich nicht gesehen. Vermutlich habe ich kein Auge dafür. Aber der Pfad ist toll und merklich mit viel Liebe angelegt und gepflegt.

Das liebe ich, wenn es auf kleinen Pfaden entlang geht. Ich fühle mich dann wie ein Abenteurer. Die Wutz mag es auch, denn sie findet da einfach die spannenderen Schnüffelspuren.

Kurz nach dem Vogellehrpfad machen wir noch einmal eine schöne Rast in der Nähe eines alten Eisenbahnviadukts, das in der Landschaft scheinbar einfach vergessen wurde, aber sehr malerisch den Weg verziehrt.

Auf dem Weg bisher sind wir zwar der Muschel gefolgt, aber der Weg stimmt außerdem auch zum größten Teil mit dem Nibelungenweg und dem E8 überein. Das ist spannend und im Nachgang sagt mir Wikipedia, dass der E8 von Irland bis in die Türkei reichen soll… Fernweh regt sich immer bei mir, wenn ich sowas lese…

Nach unserer Pause geht es Richtung Wachenheim. Hier sieht man viele Mäusebussarde. Brütende Bussarde sollen wir nicht stören, mahnt uns ein Schild. Hier steht, dass sie sich zu wehren wissen. Wir wollen es nicht drauf ankommen lassen. Nicht, dass so ein Bussard meine Wutz so begehrlich begutachtet wie die Wutz vorhin die Enten…?

Wir bummeln trotzdem etwas und rasten noch mal, denn wir wissen, die Pfrimm hat uns lange genug den Weg geebnet. Wir werden gleich erfahren, was es heißt im rheinhessischen Hügelland zu sein.

Von Wachenheim aus geht es also bergauf. Jaja ich weiß schon. Rheinhessische Hügel sind keine Berge. Über die Baumgrenze kommen wir sicherlich nicht. Wir wandern jetzt durch die Weinberge. Bekannt, wir sind fast zu Hause 🙂

Kennt ihr das… wenns warm und anstrengend ist, dann schwebt so eine Fata Morgana von einem großen, eisgekühlten Dubbeglas mit Roséschorle von meinem Lieblingswinzer vor mich hin… Dazu brauchts bei mir gar keine Berge, rheinhessische Sonne und Hügel reichen…

Lange wandern wir nicht mehr, denn der Tag ist geneigt den Feierabend einzuläuten – und wir auch.

Wir verlassen nicht nur die Pfrimm sondern auch die Muschel und biegen ab zum zellertaler Ehrenmal. Der Ausblick von dort ist der Wahnsinn, denn man kann das ganze Zellertal überblicken. Da das Kriegerdenkmal direkt neben der Landstraße entlang geht, gibt es eine Parkmöglichkeit und auch einen schönen, gepflegten Rastplatz. Dort verdrücken wir den Rest unseres Proviantes, während wir darauf warten wieder eingesammelt zu werden.

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Fazit: die Tour ist für einen echten Wanderfreak sicher ein Klacks. Für uns wars genau richtig um eine angenehme, aber anstrengende Tagestour hinter uns zu bringen. Wir hatten einen sehr schönen Tag, vor allem an der Pfrimm und wir würden diese Strecke jederzeit einmal wieder unter die Stiefel und Pfoten nehmen. Pfoten und Füße haben gequalmt und mit 23 Kilometern ist es unser längster Tagestrail bisher.

Die Reststrecke der Klosterroute steht auf der „Gehliste“… wir bleiben dran und hoffen auf weitere tolle Abenteuer!

 

wandern… spazieren… wanzieren…

Braucht die Netzgemeinde einen weiteren Blog übers wandern und spazieren gehen mit Hund, frage ich mich seit einer Weile…

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und ich meine: Natürlich 😉 ja klar und auf jeden Fall! Ich freue mich immer andere Blogger über ihre Erlebnisberichte ein kleines Stück auf ihrem Weg begleiten zu können, vor allem wenn sie mit ihren Hunden unterwegs sind. Vor allem viele Weitwanderseiten und Gipfelstürmer gibt es ja. Sicher würde uns sowas auch mal Spaß machen, aber wir sind jetzt nicht so die Weitwanderer und Bergsteiger sind wir erst recht nicht. So nur Spaziergänger sind wir aber auch nicht… sind wir „Wanzierer“ ? Vielleicht finden wir das ja im Laufe der Zeit noch raus 😉

P.S. das Foto zeigt die Wutz auf dem Soonwaldsteig. Das war unsere einzige ganz echte Wanderung bisher. Wir waren FÜNF Tage mit dem Rucksack wandern und haben in kleinen Pensionen übernachtet.

DAS WAR EIN ECHTES ABENTEUER 😀

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