Schillerhain – Wanderweg Nummer 7

Vor ein paar Jahren war ich oft im Schillerhain und kannte die Wege ziemlich gut. Aber als wir letzten Mittwoch da eine kleine Tour machen wollen, da habe ich doch sehr viele Wege gar nicht mehr richtig erkannt und wir haben uns mit dem Weg und der Streckenlänge doch ein wenig vertan. Grund genug um heute noch einmal dort auf den Trail zu gehen 🙂

Die Wutz und ich sind nicht zu früh los, es war schon nach 11 Uhr , als wir auf dem Wanderparkplatz am Schillerhain starten. Es ist ziemlich trüb, November halt und der Wetterbericht hatte eigentlich auch strömenden Regen vorher gesagt, es ist aber trocken von oben, also geht’s los.

Wie alle Wege startet auch die 7, der längste der Schillerhainwanderwege, auf der „Hauptstraße“ des Waldes. An einem Mittwoch Morgen ist aber nicht so viel los, wir begegnen nur wenig anderen Menschen und biegen bei der ersten sich bietenden Gelegenheit auch vom Hauptweg ab.

Der Weg ist direkt nach der ersten Abzweigung ein wunderschöner, kleiner Pfad der einem das Gefühl gibt einen immer tiefer in den Wald hinein zu führen – naja… so ist es ja auch 😉

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Es dauert nicht lange, vielleicht sind wir eine viertel Stunde unterwegs, da knallt es… ich bin erst mal ein bisschen unsicher, aber das müssen Schüsse gewesen sein. Am Wanderparkplatz stand aber kein Schild das heute Jagd ist… oder doch und ich habs nicht gesehen…? Ich gehe weiter, denn eigentlich sind wir nur ein paar Minuten vom Friedwald entfernt, kann da Treibjagd sein?

Ich bleibe auf der 7 die mich auf den Wanderparkplatz des Friedwaldes führt. Ich gucke mal auf die andere Straßenseite, ob ich da Schilder wegen einer Jagd finde, es sind aber keine da.

Die Nummer 7 geht hier den sogenannten „Kuhkopfweg“ entlang. Der Weg ist nachdem man aus dem Wald auf den Fiedwaldparkplatz kommt gleich linker Hand. Er führt an vielen Bäumen, die zum Friedwald gehören, vorbei. In der letzten Zeit wurden neue Bänke aufgestellt. Es sind freundliche helle Holzbänke, die zum verweilen einladen und es herrscht eine angenehme ruhige Atmosphäre.

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Da es immer noch rings um uns herum knallt, ziehe ich der Wutz die Regenjacke an. Ist mir doch etwas joker… mit der gelben Warnweste wird sie hoffentlich von keinem Jäger mit einem Wildtier verwechselt…

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Ich habe eine Weile später übrigens einen anderen Spaziergänger getroffen, der mir bestätigte, dass Jäger unterwegs auf Treibjagd sind. Er hatte Schilder gesehen und mich gewarnt, ich solle die Richtung Gerbach meiden, dort ständen auch Schilder. Im Nachgang zu meiner Tour habe ich beim Friedwald nachgefragt, ob die Treibjagd auch durch den Friedwald gehen darf. Ich erhielt die Antwort, dass der Friedwald als Friedhof ausgewiesen ist und für die Nutzung dieses Waldbereiches als Friedhof, bzw. Friedwald ruht die Jagd dort.

Wenn man den Bereich des Friedwaldes verlässt, führt einem der Kuhkopfweg noch eine Weile weiter auf der 7, die 7 biegt dann aber wieder auf einen kleinen Pfad ab – wie ich das Liebe 🙂

Es ist ein wirklich toller Weg, scheinbar ist die Straße nach Rockenhausen aber nicht weit, der Straßenlärm ist zu hören.

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Am Ende des Weges geht es jetzt ein Stück ganz schön steil bergab. Der Weg ist hier eigentlich kaum noch zu sehen, ich denke es sind einfach zu viele Blätter gefallen, aber die 7 weißt uns unseren Weg. Die Beschilderung ist wirklich sehr gut.

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Die Wutz hat jedem Menge zu beschnuppern, es scheint ein sehr interessantes Gelände dort zu sein…

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Aber auch für mich gibt’s was zu bewundern…

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und manches finden wir beide spannend…

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Ich entscheide mich aber an dieser Stelle die 7 kurz zu verlassen. Wir gehen den Weg zunächst nicht zurück auf der 7, sondern machen noch einen Abstecher in die entgegen gesetzte Richtung. Hier führt einem der Wanderweg von dem breiten Weg auf einen immer schmaler werdenden Pfad mit tollen Bäumen am Wegesrand.

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Wenn man am Ende des Pfades angekommen ist, führt ein breiter Weg linker Hand in den Wald, aber geht man geradeaus ist ein weiterer kleiner Pfad.

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Und dieser Abstecher führt uns zum Drosselfels.

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Wir beschließen hier auf der Bank am Drosselfels eine Pause zu machen. Die Bank ist geschützt und wir haben Proviant, der hier jetzt vertilgt werden will.

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Den Weg gehen wir anschließend einfach wieder zurück bis wir die 7 wieder treffen.

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Der Weg ist immer wieder von sehr imposanten Bäumen gesäumt.

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Es geht von dem recht breiten Weg wieder auf einen der kleineren, schmaleren Pfade.

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Hier kreuzt die Nummer 5 unseren Weg. Wir machen noch mal einen Abstecher und folgen der 5 den Berg hoch zur Kanzel, der kleine Weg ist nicht zu übersehen und führt nach nur wenigen Metern zu einem Aussichtsplatz.

Hier setzen wir uns noch mal und genießen die Aussicht.

Zurück auf der 7 gehen wir meine absolute Lieblingspassage, natürlich einen winzigen Pfad, entlang. Dieser schlängelt sich, klein und fein, zurück auf die Hauptwege.


Hier finden wir am Wegrand besonders viele Waldameisenhaufen. Die Wutz darf hier keinen Abstecher vom Weg runter machen. Ich will nicht, dass die Ameisen gestört werden. Ich finde es schön, dass es hier so viele davon gibt (im Sommer empfiehlt es sich übrigens nicht hier mit Sandalen herumzulaufen ;).


Als wir aus dem kleinen Pfad heraustreten, biegen wir wieder nicht gleich auf den Wanderweg ab, sondern gehen noch mal ein Stück in die entgegengesetzte Richtung (auf der Nummer 6) denn hier geht’s „zur schönen Aussicht“. Die lassen wir uns jetzt auch nicht entgehen.

An der „schönen Aussicht“ stehen auch neue Bänke. Wir setzen uns jetzt aber nicht mehr hin, es ist kalt und zugig hier, ein Bild muss für heute reichen.

Den Weg gehen wir dann wieder zurück und nun führt uns die 7 auf den Hauptwegen des Schillerhain direkt und ohne weitere Abstecher zurück zum Parkplatz.


Fazit: egal bei welcher Jahreszeit, der Weg ist einfach toll. Laut Wanderkarte am Waldeseingang ist die 7 mit 10km der längste Rundweg hier. Mein GPS hat 11,5km auf dem Tacho und wir haben ja einige Umwege gemacht. Aber was solls, uns kommts ja nicht auf die Kilometer an 😉