Hinkelstein Weg – Nordroute

der erste wirklich richtig warme und sonnige Sonntag im April haben wir für eine lange Tour direkt genutzt. Wie wir uns vorgenommen haben, erkunden wir den Pfälzer Wald und fangen hier an:

Hinkelsteinweg 🙂

Hinkelsteinweg-Nordroute in Outdooractive

Wir starten in Winnweiler am Ortsausgang unsere Tour in der Nähe der Igelborner Hütte am Wanderparkplatz. Die Igelborner Hütte wird vom Pfälzerwald Verein betrieben und ist schon am morgen besucht. Wir nehmen uns vor am Ende unserer Tour den Käsekuchen zu probieren, den ein verlockendes Schild anpreist. Aber erst geht’s in den Wald 🙂

Wir laufen durch einen schönen Mischwald der die Sonne durchlässt, da die Bäume jetzt, Anfang April, noch wenig Laub haben.

Nachdem wir aus Höringen herauskommen, finden wir eine sehr schöne Wanderbank mit Tisch auf einer kleinen Anhöhe. Hier lassen wir uns erst einmal nieder und machen eine schöne lange Pause. Wir haben zwar ´eigentlich´ noch nicht so viel von unserem Weg für heute geschafft, aber die Sonne ist so schön und wir sitzen hier prima.

Auf dem Weg kommen Jogger, Spaziergänger, eine Kutsche und nach einer Weile auch noch Reiter vorbei… es scheint eine beliebte Gegend zu sein, kein Wunder, bei der schönen Aussicht auf Höringen…

Nachdem unsere Brotzeit aufgefuttert ist, verlassen wir unseren schönen Platz und marschieren ordentlich mit Tempo weiter, wir haben was aufzuholen 😉

Zwischendurch hatte ich die Befürchtung, dass wir den Hinkelstein verpasst haben. Denn es gibt auch so im Wald eine Menge zu bestaunen. Rehe kreuzen unseren Weg und hüpfen ziemlich gemütlich durchs Unterholz. Smokey staunt über die Wutz, denn Wutzi würde zu gern auch durch Unterholz flitzen… darf sie aber nicht, Rehe verfolgen steht nicht auf unserem Tagesprogramm…

Meine Sorge ist unbegründet, den Hinkelstein kann man nicht verpassen, er ist doch ziemlich groß 😉

Auch hier wäre ein schöner Pausenplatz. Alle Plätze sind übrigens ordentlich hergerichtet und sauber. Die Mülleimer vor Ort sind zwar nicht leer, aber da sie auch nicht überquellen, scheint sich jemand gut darum zu kümmern.

Wir brauchen diesmal allerdings keine Pause und marschieren weiter.

Aus dem Wald heraus bietet sich – wie immer auf diesem Trail – ein herrlicher Blick.

Bei Outdooractive wird die Tour teilweise nicht so gut bewertet. Wenn man sich nur die Wege anschaut, die vermutlich viel von der Forst- und Waldwirtschaft genutzt werden, dann hat man teilweise tatsächlich nicht so schöne Streckenabschnitte dabei.

Die Tour ist eine Wanderung trotzdem auf jeden Fall wert!

Wir haben viele der alten Grenzsteine entdeckt und uns gefragt, welche Geschichte wohl hinter ihnen steht. Der Menhir hat uns beeindruckt, so ein Relikt aus wirklich uralter Zeit…

Außerdem finden sich wunderschöne Aussichtspunkte über die Pfalz. An vielen diesen Plätzen steht eine Bank und ein Tisch und laden zum Päuschen machen ein. Die Plätze sind alle sauber und gepflegt.

Am Anfang und Ende der Tour hat man einen schonen Anlaufpunkt in der Igelborner Hütte. Einen Käsekuchen haben wir nicht mehr bekommen… wir waren zu spät dran. Aber der sehr nette Wirt hat ein Herz für müde Wanderrinnen und ihre Hunde und hat uns – trotz Feierabend! noch schnell mit einem kühlen Bierchen versorgt <3

Klosterroute Teil 2

den pfälzischen Teil der Klosterroute vom Jakobsweg – die letzte Etappe, Otterberg -> Landstuhl steht ja noch aus… Gut schnüren wir endlich mal wieder die Wanderstiefel! Im März, an einem der letzten Tage mit Winterzeit geht’s los.

ich halte diesen Beitrag etwas kürzer und sage es in Larissas Worten…. „man kann sich nicht nur Männer, sondern auch Landschaften schön trinken“ …

Was wir auf dieser Strecke auch getan haben… bzw, ja, wir waren gezwungen dazu 😉

Die Strecke ist eher langweilig, geht fast nur in der Nähe von Straßen entlang und hatte uns wenig von unserem geliebten Pfälzer Wald zu bieten. Bis Landstuhl haben wir es nicht geschafft und sind in Ramstein – Miesenbach ausgestiegen.

Wir haben beschlossen, dem Jakobsweg an dieser Stelle ´Lebwohl mein Lieber´ zu sagen und uns dieses Jahr dem Pfälzer Wald zu widmen.

Wandern im Schnee

…noch mal in den Schnee. Im Rheinhessenland gibt’s ja nicht so schneereiche Winter, daher haben wir kurzerhand – schon im Februar – ein langes Wochenende im Schwarzwald, mit viel Schnee genossen. Hier noch schnell ein paar Schneebilder… 🙂

Schillerhain – Wanderweg Nummer 7

Vor ein paar Jahren war ich oft im Schillerhain und kannte die Wege ziemlich gut. Aber als wir letzten Mittwoch da eine kleine Tour machen wollen, da habe ich doch sehr viele Wege gar nicht mehr richtig erkannt und wir haben uns mit dem Weg und der Streckenlänge doch ein wenig vertan. Grund genug um heute noch einmal dort auf den Trail zu gehen 🙂

Die Wutz und ich sind nicht zu früh los, es war schon nach 11 Uhr , als wir auf dem Wanderparkplatz am Schillerhain starten. Es ist ziemlich trüb, November halt und der Wetterbericht hatte eigentlich auch strömenden Regen vorher gesagt, es ist aber trocken von oben, also geht’s los.

Wie alle Wege startet auch die 7, der längste der Schillerhainwanderwege, auf der „Hauptstraße“ des Waldes. An einem Mittwoch Morgen ist aber nicht so viel los, wir begegnen nur wenig anderen Menschen und biegen bei der ersten sich bietenden Gelegenheit auch vom Hauptweg ab.

Der Weg ist direkt nach der ersten Abzweigung ein wunderschöner, kleiner Pfad der einem das Gefühl gibt einen immer tiefer in den Wald hinein zu führen – naja… so ist es ja auch 😉

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Es dauert nicht lange, vielleicht sind wir eine viertel Stunde unterwegs, da knallt es… ich bin erst mal ein bisschen unsicher, aber das müssen Schüsse gewesen sein. Am Wanderparkplatz stand aber kein Schild das heute Jagd ist… oder doch und ich habs nicht gesehen…? Ich gehe weiter, denn eigentlich sind wir nur ein paar Minuten vom Friedwald entfernt, kann da Treibjagd sein?

Ich bleibe auf der 7 die mich auf den Wanderparkplatz des Friedwaldes führt. Ich gucke mal auf die andere Straßenseite, ob ich da Schilder wegen einer Jagd finde, es sind aber keine da.

Die Nummer 7 geht hier den sogenannten „Kuhkopfweg“ entlang. Der Weg ist nachdem man aus dem Wald auf den Fiedwaldparkplatz kommt gleich linker Hand. Er führt an vielen Bäumen, die zum Friedwald gehören, vorbei. In der letzten Zeit wurden neue Bänke aufgestellt. Es sind freundliche helle Holzbänke, die zum verweilen einladen und es herrscht eine angenehme ruhige Atmosphäre.

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Da es immer noch rings um uns herum knallt, ziehe ich der Wutz die Regenjacke an. Ist mir doch etwas joker… mit der gelben Warnweste wird sie hoffentlich von keinem Jäger mit einem Wildtier verwechselt…

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Ich habe eine Weile später übrigens einen anderen Spaziergänger getroffen, der mir bestätigte, dass Jäger unterwegs auf Treibjagd sind. Er hatte Schilder gesehen und mich gewarnt, ich solle die Richtung Gerbach meiden, dort ständen auch Schilder. Im Nachgang zu meiner Tour habe ich beim Friedwald nachgefragt, ob die Treibjagd auch durch den Friedwald gehen darf. Ich erhielt die Antwort, dass der Friedwald als Friedhof ausgewiesen ist und für die Nutzung dieses Waldbereiches als Friedhof, bzw. Friedwald ruht die Jagd dort.

Wenn man den Bereich des Friedwaldes verlässt, führt einem der Kuhkopfweg noch eine Weile weiter auf der 7, die 7 biegt dann aber wieder auf einen kleinen Pfad ab – wie ich das Liebe 🙂

Es ist ein wirklich toller Weg, scheinbar ist die Straße nach Rockenhausen aber nicht weit, der Straßenlärm ist zu hören.

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Am Ende des Weges geht es jetzt ein Stück ganz schön steil bergab. Der Weg ist hier eigentlich kaum noch zu sehen, ich denke es sind einfach zu viele Blätter gefallen, aber die 7 weißt uns unseren Weg. Die Beschilderung ist wirklich sehr gut.

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Die Wutz hat jedem Menge zu beschnuppern, es scheint ein sehr interessantes Gelände dort zu sein…

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Aber auch für mich gibt’s was zu bewundern…

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und manches finden wir beide spannend…

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Ich entscheide mich aber an dieser Stelle die 7 kurz zu verlassen. Wir gehen den Weg zunächst nicht zurück auf der 7, sondern machen noch einen Abstecher in die entgegen gesetzte Richtung. Hier führt einem der Wanderweg von dem breiten Weg auf einen immer schmaler werdenden Pfad mit tollen Bäumen am Wegesrand.

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Wenn man am Ende des Pfades angekommen ist, führt ein breiter Weg linker Hand in den Wald, aber geht man geradeaus ist ein weiterer kleiner Pfad.

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Und dieser Abstecher führt uns zum Drosselfels.

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Wir beschließen hier auf der Bank am Drosselfels eine Pause zu machen. Die Bank ist geschützt und wir haben Proviant, der hier jetzt vertilgt werden will.

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Den Weg gehen wir anschließend einfach wieder zurück bis wir die 7 wieder treffen.

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Der Weg ist immer wieder von sehr imposanten Bäumen gesäumt.

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Es geht von dem recht breiten Weg wieder auf einen der kleineren, schmaleren Pfade.

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Hier kreuzt die Nummer 5 unseren Weg. Wir machen noch mal einen Abstecher und folgen der 5 den Berg hoch zur Kanzel, der kleine Weg ist nicht zu übersehen und führt nach nur wenigen Metern zu einem Aussichtsplatz.

Hier setzen wir uns noch mal und genießen die Aussicht.

Zurück auf der 7 gehen wir meine absolute Lieblingspassage, natürlich einen winzigen Pfad, entlang. Dieser schlängelt sich, klein und fein, zurück auf die Hauptwege.


Hier finden wir am Wegrand besonders viele Waldameisenhaufen. Die Wutz darf hier keinen Abstecher vom Weg runter machen. Ich will nicht, dass die Ameisen gestört werden. Ich finde es schön, dass es hier so viele davon gibt (im Sommer empfiehlt es sich übrigens nicht hier mit Sandalen herumzulaufen ;).


Als wir aus dem kleinen Pfad heraustreten, biegen wir wieder nicht gleich auf den Wanderweg ab, sondern gehen noch mal ein Stück in die entgegengesetzte Richtung (auf der Nummer 6) denn hier geht’s „zur schönen Aussicht“. Die lassen wir uns jetzt auch nicht entgehen.

An der „schönen Aussicht“ stehen auch neue Bänke. Wir setzen uns jetzt aber nicht mehr hin, es ist kalt und zugig hier, ein Bild muss für heute reichen.

Den Weg gehen wir dann wieder zurück und nun führt uns die 7 auf den Hauptwegen des Schillerhain direkt und ohne weitere Abstecher zurück zum Parkplatz.


Fazit: egal bei welcher Jahreszeit, der Weg ist einfach toll. Laut Wanderkarte am Waldeseingang ist die 7 mit 10km der längste Rundweg hier. Mein GPS hat 11,5km auf dem Tacho und wir haben ja einige Umwege gemacht. Aber was solls, uns kommts ja nicht auf die Kilometer an 😉

Der Donnersberg, oder die schönsten Abenteuer beginnen manchmal mit dem Satz „oh! Lass uns doch diesen schönen Weg hier gehen!“

Zwei Tage Jakobsweg liegen hinter uns. Aber die Urlaubswoche hat ja noch ein paar Tage… für Larissa, ihren Smokey und mich ist klar… die Stiefel werden noch mal geschnürt (für die Wutz war das sowieso nie eine Frage 😉 ).


Wir sind zwar Hügelländer, haben uns im Pfälzer Wald aber so wohl gefühlt, dass wir unbedingt noch mal eine Tour im Wald machen wollen.
Auf geht’s zum höchsten Berg der Pfalz – dem Donnersberg.

Larissa verlässt sich ganz auf mich und ich bin ja in der näheren Umgebung eigentlich immer der Meinung, dass man sich nicht wirklich verlaufen kann. Vor allem, weil es auf dem Donnersberg sehr viele Wanderwege gibt, die ja alle irgendwie wieder nach Dannenfels führen.

Das ist auch so… manchmal läuft man halt nur ein Stück (länger).


Wir parken gegenüber am Gasthaus Wildenstein. Wenn man von Dannenfels Richtung Jakobsweiler fährt kommt man dort direkt vorbei – ich würde in dem Gasthaus wirklich gern mal essen, leider ist es immer geschlossen wenn ich vorbeikomme…

Wir überqueren die Straße und sind dann schon direkt im Wald auf einem der Wanderwege. Teilweise wurden die Wege recht neu angelegt und auch der Waltarifels, der lange unter dichtem Gebüsch gut versteckt war, wurde freigelegt und ist unser erstes Ziel.


Der Waltarifels ist ein kleines Abenteuer und so verweilen wir etwas um die Atmosphäre zu genießen. Es gefällt uns so gut, dass wir von unserem ursprünglichen Plan abweichen und den kleinen Abenteuerpfad am Fels entlang weitergehen, statt wie geplant im Wildensteiner Tal zu bleiben. So steigen wir recht zügig den Donnersberg hinauf und wandern zum Köhnigsstuhl – zum höchsten Punkt auf dem Donnersberg.


Da es geregnet hat und der Felsen glitschig ist, steigen wir diesmal nicht hinauf zum Aussichtspunkt. Smokey, der Kletterhund, lässt sich die Aussicht allerdings nicht entgehen.

Vom Königsstuhl aus ist es ein kleiner Weg zum Ludwigsturm. Der Ludwigsturm bietet, steigt man hinauf, eine fantastische Rundumsicht. Wir verschieben das Treppensteigen auf einen sonnigeren Tag. Die Wutz hat sowieso grade etwas ganz anderes in der Nase 😉


Wir haben großes Glück! Das Kiosk, das direkt neben dem Ludwigsturm steht ist normalerweise nur am Wochenende geöffnet. Da es heute eine Sonderveranstaltung gab, bekommen wir leckeren Kuchen und einen Kaffee, während Klängen einer keltischen Rockband mit den aufziehenden Nebelschwaden durch den Wald um den Donnersberg ziehen. Wir haben die Klänge noch eine Weile im Ohr, als wir am Keltenwall vorbei, wieder in den Wald ziehen.

„Oh! Lass und diesen schönen Weg da gehen!“ rufe ich Larissa zu. Zwar laufe ich nicht das erste Mal um den Donnersberg, aber dieser kleine Zwergenpfad unterhalb des Ludwigsturms ist mir noch nicht aufgefallen. Larissa verlässt sich auf mich, die Wutz hat eh irgend eine Witterung von dem Weg in der Nase und Smokey findet das sowieso alles spannend… wir gehen den Zwergenweg also entlang…


Als wir noch Kinder waren und mit meinen Eltern wandern mussten, da hat meine Mum immer versucht uns das marschieren mit Geschichten schmackhaft zu machen. Wenn wir solche Pfade entlang liefen, dann erzählte sie uns immer eine Zwergengeschichte. Daher sind diese kleinen Abenteuerpfade auch heute noch die „Zwergenwege“.

Der Zwergenweg ist wirklich ein toller Weg. Wir gehen im Prinzip auf einem kleinen Pfad mitten durch den Wald. Bald kommen wir auf eine kleine Lichtung, auf der Gras und Moos so dicht wächst, das ich am liebsten mal probeliegen würde. Wäre es nur nicht nass… schade.

Larissa fragt mich hier ob ich noch weiß wo wir sind. Ja wo wir sind weiß ich, nur wo wir rauskommen nicht. Aber es ist so ein netter Weg und so sag ich nichts und schick die Wutz wieder voran auf den Trail.

Wenn ich im Nachhinein einen Blick auf die Wanderkarte werfe, dann sind wir irgendwo über den „grauen Turm“ gegangen. Jedenfalls treffen wir auf dem Hühnerberg auf den Pfälzer Höhenweg. Mittlerweile ist es tatsächlich schon nach 15 Uhr. Ich kann gar nicht sagen, wo die Zeit geblieben ist… wir sind um 11:30 Uhr gestartet und haben uns nirgends lange aufgehalten. Wir sind noch vom Sommer gewöhnt, dass es lange hell ist, aber da es Herbst ist, sputen wir uns jetzt langsam mal zum Auto. Aus diesem Grund kann ich Larissa auch überreden noch einmal eine Abkürzung zu nehmen, auch wenn das heißt den Pfälzer Höhenweg, der uns direkt zu unserem Auto führen würde, noch einmal zu verlassen. Wir schaffen das auch ohne Wegmarkierungen 😉

Wir marschieren jetzt durchs Spendeltal. Hier ist der Wanderweg ebenfalls erneuert und da wir gut zu Fuß und Pfot sind, kommen wir wieder zügig voran. Am Wegesrand liegen überall gefällte Bäume und Smokey hat so einen Spaß darauf herumzuklettern, dass wir uns tatsächlich überlegen ob er wohl ein eher ein Kletterhund als ein Herdenhund ist 😉

Gerade rechtzeitig finden wir den Waltarifels und den darunter liegenden Rastplatz wieder. Da unser Auto jetzt fast in Sichtweite steht, machen wir hier noch mal eine Pause. Die Hunde – die Wutz, die sonst in Pausen einer Wildspur nachschnuppert und Smokey, der nach Kletterpassagen Ausschau hält – sind tatsächlich auch müde und kringeln sich direkt in einem Laubhaufen zusammen auch eine „richtige“ Pause zu machen. Wir haben es geschafft, die Wuffies sind müder als wir !!

Fazit: wir müssen gute fünfeinhalb Stunden unterwegs sein, damit die Hunde müde werden. Das nächste Mal nehmen wir vielleicht eine Karte mit und ich werde es vermutlich demnächst schwer haben, wenn ich mal wieder einen Weg finde den ich gehen will nur weil er so toll aussieht 😉

Nachtrag: Mittlerweile war ich noch mal im Wildensteiler Tal, das war ein Trail… ich wurde von Hornissen verfolgt! Aber davon ein anderes Mal. Jedenfalls hatte der Gasthof dieses Mal geöffnet und man wird mit Hund sehr freundlich empfangen, das Essen schmeckt und heiße Schokolade mit Sahne für Hornissenverfolgte gibt es auch 😉

Mikroabenteuer auf dem rheinhessischen Jakobsweg

Ich bin durch meinen Bänderriss im letzten Jahr und den daraus folgenden leichten Einschränkungen in den darauffolgenden Monaten viel zu wenig gelaufen. Die Folge davon sind Fernweh, Wandersehnsucht und Abenteuerlust. Meine Abwechslung – Wanderblogs lesen – haben gerade meine Abenteuerlust beflügelt… von Mikroabenteuern habe ich viel gehört…  und für jemanden bei dem das Fernweh zieht, hört sich das soooo gut an… ob ich auch mal soll….?

Die Wutz – die im Alltag gerne gegen 22 Uhr in die Heija gehen will… und damit ist mein weiches, kuscheliges Bett gemeint – weiß von all dem noch nichts… Mitspracherecht räume ich ihr in dieser Geschichte einfach keines ein 😉

Mikroabenteuer. Das Wort hat der britische Blogger und Abenteurer Alastair Humphreys geprägt, der sagt: „Abenteuer gibt’s direkt um die Ecke“ und zu einem Mikroabenteuer gehört eine Übernachtung außerhalb des heimischen Bettes… oder… überhaupt eines Bettes. Heißt das … zelten? Oweija… zelten habe ich als Kind einfach nur gehasst, wir mussten früher jedes Jahr mit meinen Eltern zelten… andererseits…

Im Oktober 2016 war es endlich soweit… meine Bänder sind wieder lauftrainiert, die Wutz und ich sind fit und wir wollen ein Mikroabenteuer. Ich jedenfalls. Die Wutz weiß immer noch von nichts 😉


Der Plan steht fest, es soll wieder der Pilgerweg werden und die Erforschung der rheinhessischen Klosterroute auf den Etappen Harxheim/Zellertal – Steinbach und Steinbach – Otterberg.

 

Kurzentschlossen wandern wir dieses Mal zu viert, zwei Menschen, zwei Hunde. Larissa hatte mir ein paar Tage vor meinem Start erzählt das sie Urlaub hat und abenteuerlustig ist 😉

Die Wutz geht voran.


Von Harxheim aus geht es erst mal durch schon abgeerntete Getreidefelder und bald abzuerntende Rübenfelder. In der letzten Woche war es noch sonnig und warm, aber jetzt hatte es geregnet, die Felder sind braun und alles ist schmutzgverwaschen.


Über die rheinhessischen Felder weht ein kalter Wind. Leider ist das auch der Grund, dass wir uns ans marschieren halten und uns nicht mit Fotos aufhalten. Entschuldigung an dieser Stelle…

Der Pilgerweg führt uns immerzu auf kleinen uns sehr feinen Pfaden entlang. Das ist für mich total reizvoll und ich fühle mich voll im Abenteuer 😀

In Göllheim angekommen suchen wir uns aber erst mal eine Pausenmöglichkeit. Gut, dass es am alten Markt eine Bäckerei und eine nette Verweilmöglichkeit gibt. 


Der Kaffee tut gut und belebt unsere wandermüden Beine wieder. So brechen wir bald auf und es geht weiter auf den kleinen verschlungenen Pfädchen. Zu meiner großen Freude treffen wir in Dreisen wieder auf die Pfrimm. Diesmal ist es aber leider zu kalt, um die Füße mal ins Wasser zu strecken…
Aber wir laufen zwischen Dreisen und Standenbühl einen so schönen verschlungenen Pfad am Bach entlang… am liebsten würde ich hier andauernd mein Mikroabenteuer verleben…

In Steinbach angekommen finden wir unseren Microabenteuerlagerplatz unterhalb der Hütte des Pfälzerwaldvereins. Wir sind froh langsam aus dem Wind rauszukommen und machen erst mal eine lange Pause und trinken einen Sekt. Den haben wir uns heute wirklich verdient.

An dieser Stelle verrate ich euch auch, dass wir nicht im Zelt schlafen, Schisser wie wir sind 😉 wir haben unsere Autos so hergerichtet, dass sich bequem eine Nacht darin verbringen lässt.

Abendessenszeit war ja schon längst. Steinbach hat eine Pizzeria, ein Bistro und eine Jugendherberge. Aber… heute ist der Tag nach dem 3. Oktober… alles hat Ruhetag. Wir müssen uns tatsächlich ins Auto schwingen und weiter herumfahren um uns was zu Essen zu organisieren.


Die Nacht ist viel viel besser als ich es mir vorgestellt hatte. Selbst die Wutz, die bis zum Schluss von nichts wusste, fand das alles – glaube ich – ein wirklich tolles Mikroabenteuer ist.


Unsere Belohnung, dass wir unser Mikroabenteuer auch durchgezogen haben, ist auf jeden Fall die verdammt schöne Aussicht auf die Pfalz im herbstlichen Sonnenaufgang…


Glücklicher Weise hat der Campingkocher noch Gas…  (Hatte ich erwähnt, dass wir in der gestrigen Nacht noch den ersten Glühwein für diesen Winter heiß gemacht hatten?) und so gab es schönen Kaffee und zur Stärkung Müsli.


Von Steinbach aus führt der Pilgerweg jetzt durch den Pfälzer Wald. Gestern hatten wir einen weiten Blick über die Felder und Weinberge. Unser Weg lag auf Wiesenpfaden. Heute laufen wir durch den Wald. Kleine Pfade gehen wir hier nicht, sondern laufen auf breiten Wanderwegen. Die Landschaft hat sich nach nur einem Tagesmarsch komplett verändert. Ich bin wahnsinnig fasziniert, wie anders alles aussieht…


Auch heute ist es kalt und windig. Letzte Woche sind wir noch in die kurzen Hosen gestiegen… wir haben uns noch nicht daran gewöhnt und so geht es wieder im ordentlichen Marschtempo voran.

Kurz vor Alsenbrück verlieren wir die Muschel und machen einen unbeabsichtigten Abstecher zum Wäschbacherhof. Es ist schön da, leider gibt’s nirgends ein Café – das könnten wir dringend brauchen 😉

Wir finden unseren Weg vor Lohnsfeld wieder. Hier soll der Pilgerweg an der Landstaße entlang gehen. An…? Eher- auf… naja wir kämpfen uns das Stück eben durch den Straßengraben…  wer auf den Pilgerweg wert legt, der wird in Lohnsfeld mit einer wirklich feinen, kleinen und sicher auch sehr alten Kirche belohnt. Die kleine protestantische Kirche ist wohl aus dem 16. Jh. Der heilige Jakobus ist ihr Schutzpatron und so ziert eine steinerne Jakobusfigur aus dem 18. Jh. den Kircheneingang. Sehenswert!!


Leider hat der schöne Teil des Pilgerweges hier ein jähes Ende und so rate ich eigentlich jedem – zumindest denen die mit Hund wandern – direkt nach Lohnsfeld den Pilgerweg zu verlassen und zum Schmitterhof und von dort auf schönen Wegen im Wald weiter zu wandern…

Denn… zwischen Lohnsfeld und Wartenberg- Rohrbach verläuft der Pilgerweg tatsächlich mitten auf der Landstraße. Und diese ist stark befahren! Erst nach einiger Zeit gibt es direkt neben der Landstraße einen (mit zerbrochenem Glas zugemüllten) Fahrradweg. Ich bin bedient und schimpfe wie ein Rohrspatz meinen Unmut heraus. Glücklicher Weise ist Larissa cooler und so schaffen wir es gut bis zur Tankstelle in Wartenberg-Rohrbach, wo wir uns erst mal mit Kaffee und Schokolade stärken.

In Wartenberg-Rohrbach müssen wir dann unerlaubter Weise mit den Hunden über den Friedhof flitzen. Es geht leider nicht anders…


Nachdem wir dieses kleine Horrorstück hinter uns gelassen haben ist es wieder schön. Ab geht’s weiter durch den Pfälzer Wald und wir fühlen uns wieder wohl!


Nach Otterberg ist es nun nicht mehr weit und wir sind viel zu schnell am Ende unserer Wanderung angekommen. Der Pilgerweg führt uns aus dem Wald heraus direkt an ein Gasthaus. Nichts könnte perfekter sein als hier zu sitzen und den Tag mit einem kühlen Bier ausklingen zu lassen. Selbst der Wettergott findet, dass wir es verdient haben, noch ein bisschen in der Sonne sitzen zu können 🙂


Fazit: Ich würde die Strecke etwas um planen und schon Lohnsfeld meiden, wenn ich noch mal diese Richtung gehe. Im Pfälzer Wald war ich nicht das letzte Mal und das nächste Mikroabenteuer ist schon in Planung!

Fotoshooting 2016

Ich wollte unbedingt Hundebilder von einem Profi… im Mai diesen Jahres, hab ich Heike von www.pixxelino-tierfotografie.de kennen gelernt. Sie hatte Bilder von uns beim Horse&Dogtrail gemacht, die mir sehr gut gefallen hatten.

Wir haben also für einen echt heißen Tag einen Termin für ein Shooting am Rhein festgelegt.

Heike ist super. Ihren Bildern merkt man die Liebe zum Hund doch förmlich an, findet Ihr nicht? Ich habe bei jedem einzelnen Bild das Gefühl, der Hund strahlt von innen heraus. Aber was red ich herum… seht selbst!

Wir haben einen wundervollen, langen Nachmittag am Rhein und den umliegenden Feldern verlebt. Das Ergebnis ist so großartig!!!